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Matchrace auf dem Quenzsee: Spannung, Taktik und Segelsport pur

Eintauchen? Penalty? Blaues Boot? Es war wieder Matchrace-Zeit auf dem Brandenburger Quenzsee – direkt vor dem Vereinsgelände des BSVQ. 14 Teilnehmer traten an, um auf zwei O-Jollen im K.-o.-System ihr seglerisches Können unter Beweis zu stellen.

Bereits zum fünften Mal fand das O-Jollen-Matchrace statt, in diesem Jahr erstmals im Oktober statt wie gewohnt im November. Die Segler erwarteten erfreulich milde Temperaturen und beste Windbedingungen mit konstanten 3–4 Bft. Doch schnelles Segeln allein reicht beim Matchrace nicht zum Sieg: Auch die Wettfahrtregeln wollen clever genutzt werden. Gelegenheit dazu gibt es reichlich, wenn beide Kontrahenten an der kurzen Startlinie „eintauchen“ und sich anschließend keinen Zentimeter aus den Augen lassen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer und Gäste bei der Steuerleutebesprechung um 9:30 Uhr erläuterte die Wettfahrtleitung den Ablauf auf dem Wasser. Anschließend zog jeder Segler ein Los, das sowohl den ersten Gegner als auch das zugeordnete Boot bestimmte: blau oder gelb. Wie bereits in den Vorjahren stellte die O-Jollen-Klassenvereinigung beide Boote zur Verfügung.

Während sich die erste Paarung aufs Wasser begab, machten es sich die übrigen Teilnehmer und Gäste auf den „Zuschauerrängen“ an Land gemütlich. Gegen 10:45 Uhr fiel der Startschuss für das erste Rennen. Auf einem einfachen Up-and-down-Kurs waren die Segler jeweils nur vier bis fünf Minuten vom Start bis ins Ziel unterwegs – kurze Rennen, in denen jede Entscheidung zählte. Pro Paarung wurden zwei Rennen gesegelt. Bei Gleichstand entschied als Tie-Breaker der Zeitunterschied im Ziel. Nach jeder Paarung wurden die nächsten beiden Segler per Shuttle aufs Wasser gebracht und übernahmen dort die Boote.

Mit insgesamt 30 Wettfahrten bis zum Finale war den ganzen Tag über Spannung geboten. Die Zuschauer verfolgten das Geschehen mit geballter Expertise und bejubelten die eine oder andere Situation lautstark.

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Unterstützer vom ESVK. Mit Schiedsrichter, Motorboot samt Fahrern und Bojen waren sie erneut zur Stelle und machten die Veranstaltung überhaupt erst möglich.

Auch technische Defekte an den Booten blieben leider nicht aus. Doch hier waren echte Profis am Werk: Dank eines gut gefüllten Ersatzteillagers unter den Teilnehmern und eines kompletten Ersatzboots, das einer der Segler zur Verfügung stellte, konnten die Probleme schnell behoben werden. Nach kurzen Unterbrechungen wurden die betroffenen Rennen wiederholt. Einfach stark!

Um 17:30 Uhr endete der lange Tag auf dem Wasser mit dem großen Finale: Die beiden bis dahin ungeschlagenen Segler traten gegeneinander an. Für das leibliche Wohl war bereits den ganzen Tag bestens gesorgt, doch nun freuten sich alle auf das traditionelle „Wildschwein“ und einen gemütlichen gemeinsamen Abend. Und der wurde es auch!

Fehlt nur noch die Siegerehrung: Den ersten Platz sicherte sich Herbert Kasperschinsky vom 1. SVBS. Damit darf er den Wanderpokal des O-Jollen-Matchrace für ein Jahr bei sich aufnehmen. Auf Platz zwei segelte Mathias Keitzl vom ESVK, den dritten Platz belegte Göran Freise vom WBF.

Einen Bericht über diesen Segeltag von Göran findest du hier.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Helfer und Unterstützer, die diesen gelungenen Segeltag möglich gemacht haben!

Den Bericht des Drittplatzierten Göran Freise

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